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Ein bundesweiter Schülerstreik für bessere Bildung – das war das Ziel. Nach der Teilnahme von mehreren Tausend Schülern in verschiedenen deutschen Städten könnte man von einer erfolgreichen Aktion sprechen. Doch die Initiative wirft Schatten. In den Medien machen hauptsächlich die Randalierer von sich reden. In der Humboldt-Universität Berlin stürmten Aktivisten Seminare, beschädigten eine Jüdische Ausstellung und entzündeten fast ein Feuer. In Hannover und Dresden kam es zu Festnahmen, als man versuchte in den Landtag einzudringen.

Viele Einrichtungen wie das bayerische Kultusministerium hatten von einer Teilnahme an den Demonstrationen „abgeraten“. Auch die Hamburger Schülerkammer konnte die Aktion nicht offiziell unterstützen, da die nötige Transparenz der Initiatoren fehlte. Zum Veranstalter erklärte sich zwar die Schülerinitiative „Bildungsblockaden einreißen“, deren angegebenen Kontaktdaten führten allerdings zu Privatpersonen oder zur Partei Die Linke . (Eine parteipolitische Aktion wurde dementiert.)

Dennoch ist es ein Anfang. Mit mehr Hintergrundinformationen und Transparenz könnte es ein nächster Schülerstreik vielleicht sogar weiter nach vorn in die Tagesthemen und damit in die Ohren der Politiker schaffen.

>> Video: Randale bei Schulstreik (Spiegel TV)
>> Schüler fordern „Reiche Eltern für alle!“ (Tagesschau)
>> Aufruf zum Schülerstreik – doch wer steckt dahinter? (Hamburger Abendblatt)



5 Responses to “Schülerstreik: Gut gemeint, wenig durchdacht”  

  1. Man weiß nie, ob das was man das sieht oder liest auch wirklich so war…

    Wann war eigentlich die Naziversammlung hier in MR?

  2. Der Überfall der HU berlin hat mich entsetzt. Das mit mit Schülerstreik nichts mehr zu tun.

  3. find das auch mehr als problematisch. konstruktive kritik sieht anders aus – wobei dazu eh demonstrationen ungeeignet sind. vor allem weiß ich nicht, wieso schüler gegen etwas demonstrieren sollen, was sie noch (!) gar nicht kennen. für mich werden da leute instrumentalisiert.


  1. 1 Für Bildungslücken ist gesorgt « Plaste
  2. 2 Kontraproduktive Demonstrationen - Thomas Ney

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