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Protest, Demonstration, Boykott – Die Olympischen Sommerspiele 2008 sind aufgrund ihrer Austragung in Peking heftig umstritten. Die Regierung der Volksrepublik China missachtet den Schutz der Menschenrechte im erheblichen Maße. Im Zuge der Errichtung von Olympischen Sportstätten kommt es zu Zwangsräumungen. Wer sich dagegen wehrt, wird inhaftiert.
Die Welt schaut auf Peking. In wenigen Monaten finden hier die Olympischen Sommerspiele 2008 statt. Den Zuschlag bekam die Volksrepublik China, weil sie beteuerte, die Menschenrechtssituation in ihrem Land zu verbessern. Das ist fast sieben Jahre her. Seitdem hat sich nur wenig getan.
Positive Entwicklungen wie die Verbesserung der Recherchemöglichkeiten für ausländische Journalisten gelten nur bis Ende des Jahres. Die Arbeit von chinesischen Journalisten wird weiterhin von Zensur und Verfolgung überschattet.
“Laut Schätzungen kontrollieren mehr als 30.000 Polizisten das Internet rund um die Uhr. Schlagworte wie Demokratie, Menschenrechte oder Freiheit stehen auf dem Index.”
Die Polizei hat das Recht die Bürger aufgrund von Gerüchten, beispielsweise die Planung von Demonstrationen, ohne Anklage oder Prozess für Monate zu inhaftieren. Dort werden sie bei mangelnder Einsicht ihres “Fehlverhaltens” misshandelt und gefoltert.
Die Neuerung, das alle Todesurteile vom Obersten Volksgericht in Peking geprüft werden, verringert vielleicht die Zahl der Hinrichtungen, jedoch nicht die Verurteilungen.
Dürfen die Olympischen Spiele wirklich in einem Land stattfinden, das die Menschenrechte systematisch missachtet? Menschenrechtsverletzungen verstoßen gegen die Grundprinzipien der Olympischen Charta und dennoch hält sich das Internationale Olympische Komitee zurück, wenn es um eindeutige Stellungnahmen geht.
Ein Boykott der Spiele lehnen die meisten Involvierten ab. Alternative Wege schlagen sie allerdings auch nicht ein. Man wartet ab – helfen wird das in China niemanden.
Informationen & Aktionen
>> Hintergrundinformationen von amnesty international
>> Gold für Menschenrechte – Die Petition
Filed under: Allgemein | 4 Comments
Tags: Medien, Menschen, Politik, Sport, Welt


Name: Michaela Zimmermann


Ein guter Beitrag von Dir. Zumal die öffentliche Diskussion diesbezüglich kaum, fast gar nicht statfindet. Der olympische Gedanke wurde ja schon seit Jahren in aller Form missachtet und musste immer mehr der machtbessenen Medienwelt weichen.
Eine damalige Nichtvergabe oder jetziger Boykott gegenüber China hätte die chinenisch politischen Verantwortlichen eventuell zu anderem, zumindest gemässgten Gedankengut bezüglich der menschenrechtlichen Situation bringen können.
Leider findet sich heute ja kaum noch jemand, der dagegen öffentlich auftritt oder in der Lage ist, effiziente Massnahmen dagegen einzuleiten.
Trotzdem wünsche ich Dir einen schönen Wochenanfang!
Kvelli
Spiegel Online “Tibet-Krise heizt Debatte um Olympia-Boykott an”
Zeit Online “Die Macht des Sports”
The Gay Dissenter “Menschenrechte stören nur”