SEELENFICKER
• BELESENsein •
„Es wäre schön, wenn die Welt nicht so wäre, wie sie nun einmal ist.“ Im Fall Natascha bedeutet das Babystrich, Gewalt und Drogen. Bereits als Kleinkind wird sie von der Mutter vernachlässigt und von ihren Stiefvätern missbraucht. Mit dreizehn Jahren ist sie schon mitten im Drogensumpf. Um ihre Sucht zu finanzieren geht sie auf den Babystrich, um ihre Freier zu ertragen nimmt sie Drogen – ein Teufelskreis.
Das Buch „Seelenficker“ setzt sich aus Nataschas ganz persönlichen Tagebucheinträgen zusammen. Unverblümt schildert sie von den Grausamkeiten ihres Lebens, aber auch von ihren hoffnungsvollen Träumen jenseits der Abhängigkeit.

Wer das Leben durch die rosarote Brille sieht, bekommt sie mit diesem Buch schonungslos abgerissen. Die eindringlichen Worte über die dunklen Abgründe unserer Gesellschaft sind für sensible Leser nicht zu empfehlen. Wer allerdings nach wahren Begebenheiten sucht, findet in „Seelenficker“ eine bewegende Wirklichkeit.
natascha
„Seelenficker“
U Books, 2007, 9,95 Euro
ISBN 978-3-86608-068-3
Filed under: Allgemeines | 11 Comments
Tags: Alltag, Bücher, Erinnerungen, Gedanken, Gefühle, Gesellschaft, Gesundheit, Jugend, Sex, Träume


Name: Michaela Zimmermann


Basiert denn die Story auf einer wahren Begebenheit?
Ja, es ist nur in der Chronologie bearbeitet.
Klingt für mich wie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, nur mit plakativerem Titel. Aber sind ja auch nicht mehr die 80er. Kann man damit wirklich noch schocken?
Ich musste das Buch schon ein paar Mal weglegen, weil es mir zu heftig war. Vor allen Dingen die Freier-Geschichten sind sehr ausführlich. Ich bring hier mal ein paar Stichworte an: Feuerzeug, Kod und Pseudo-Vergewaltigungen. Sorry, aber ein Teil unserer Gesellschaft ist abartiger als man glauben mag.
Ehrlich gesagt kann ich sowas glauben.
1) Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
und
2) Natalie
Sorry, aber das ist eine Mischung aus beiden. Wer sich mal am Zoo (Jebensstr. oder alternativ Kurfürstenstr./hinterm Möbelhaus) aufgehalten hat, weiß dass DAS 100mal im Jahr dort passiert!
Hmm eine bissel komische Logik: nur weil es dazu schon ein Buch gibt, darf nie wieder jemand darüber schreiben? Dann würde das Bücherregal ziemlich leer sein….
Schöner Hinweis, aber Wahlberlinerin hat recht, der Name ist plakativ.
Und noch eine Frage: wer hat noch eine rosarote Brille auf?
Ich bin der Meinung, dass man dieses Thema nicht oft genug in die Köpfe der Menschen zurückbringen kann. Und auch, wenn die Thematik bereits ausführlich in „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ abgehandelt wurde, so kann es in der Tat nicht schaden, so etwas auch in die aktuellere Zeit zu bringen.
Und vor allem: Nur weil hier vielleicht ein Schicksal erzählt wird, das andere in ähnlicher Form auch schonmal durchlebten, ist es doch sicherlich ein ganz persönliches Schicksal. Ich glaube, wenn zehn Leute den gleichen Flugzeugabsturz überleben und sie fünf Jahre später ein Buch dazu schreiben, hören wir zehn verschiedene Geschichten.
Ich könnte mir vorstellen, das Buch zu erwerben. Danke für den Tipp.
Habe das Buch aufgrund Deines Eintrages gekauft und gelesen. Bei mir ist es durchgefallen. Rezi auf http://soulkeeper.wordpress.com/2008/02/24/rezension-seelenficker/
LG, Nils
ich finde dieses buch hammer hart …aber es sagt nun mal das wie es wirklich ist ….ich kann nur aus erfahrungen sprechen
Hammerhart….
Und echt eindrucksvoll