• BELESENsein 5 Bücher habe ich auf dem Nachttisch leider nicht, aber dafür stapelt sich die Lektüre auf dem Schreibtisch. Ein Stöckchen von der Wahlberliner(in).

Kopfkissenbuch
Erster Satz des ersten Buches:
„Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur die langweilige nicht”

Schnee (Orhan Pamuk)
Letzter vollständiger Satz auf Seite 50 des zweiten Buches:
„Von der noch nach Jahren trauernden Witwe des Direktors und seine Tochter, einem berühmten Mannequin, habe ich die Aufzeichnung der Gespräche bekommen, die auf dem Band waren; es war unbeschädigt dem Gerät entnommen worden, das zwar von zwei Kugeln getroffen worden war, aber das Leben des Direktors nicht gerettet hatte.”

Amerikas Kreuzzüge (Claus Kleber)
Zweiter vollständiger Satz auf Seite 100 des dritten Buches:
„Konsequenzen hatte das nicht mehr.“

Reader Feministische Politik&Wissenschaft
Vorletzter vollständiger Satz auf Seite 150 des vierten Buches:
„Aber die Bemühung um Frieden sollte eine menschliche und nicht nur eine ‘weibliche’ Qualität sein.

Methoden der empirischen Sozialforschung (Schnell / Hill / Esser )
Letzter Satz des fünften Buches:
„Nur so ist eine wissenschaftliche Kritik an den Ergebnissen der Datengeber möglich.“


• OHNEWORTEsein


• FILMsein

Ben (David Kross) macht mit seinem besten Freund und Mitbewohner Ed (Stefan Konarske) eine Reise durch Asien. In Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, lassen sie es mit Alkohol, Joints und anderen Drogen krachen. Eines Abends lernt Ben in einem Club die schöne Sreykeo (Apinya Sakuljaroensuk) kennen. Sie verlieben sich, doch schnell stellt sich heraus, dass Sreykeo als Bardame arbeitet und HIV positiv ist.

“Same Same But Different” basiert auf den Erfahrungsberichten des deutschen Journalisten Benjamin Prüfer, der seine Liebesgeschichte schon in diversen TV-Shows erzählt hat. 2007 erschien sein autobiografischer Roman “Wohin du auch gehst”, der als Filmvorlage diente und für den Prüfer den Medienpreis der Deutschen Aids-Stiftung bekam.

Entgegen der Erwartungen ist “Same Same But Different” keine kitschige Liebesgeschichte. Detlev Buck versteht es mit eindrucksvollen Bildern und hinreißenden Schauspielern die Dinge nicht unnötig auszuschlachten. Das Melodram wurde beim Filmfestival in Locarno mit dem Variety Piazza Grande Award ausgezeichnet.

Same same but different
Regie: Detlev Buck
Ort: Deutschland 2009



Foto: “Ronja N.” / jugendfotos.de

• ALLTAGsein

Hausarbeiten, Essays, Klausurvorbereitungen – Der Bachelor-Endspurt und die Master-Bewerbungsverfahren wüten auf dem Schreibtisch und jenseits des Bettes. Ein Bewältigungs-Ablenkungs-Soundtrack (als Ergänzung zur Playlist für’s Büro von gestrandet*).

Soundtrack
The Rifles – Peace & Quiet
Kettcar – Balkon gegenüber
Dashboard Confessional – Morning Calls
Tomte – Heureka
The Rakes – Work, Work, Work
Peter Licht – Heiterkeit
The Notwist – Day 7

>> Soundtrack [8]: Girls Who Play Guitars


• GESPANNTsein

Der Godfather of Liedermaching, Götz Widmann, produziert seit 16 Jahren serienweise Songs. Erst mit seiner Band Joint Venture, später solo. Seine satirisch-humorvollen Texte drehen sich um Frauen, Drogen, Alkohol und Politik. Mit seinem aktuellen Album “Hingabe” macht er gleich an zwei Terminen Halt in Marburg.

Götz Widmann
Marburg, KFZ
Dienstag, 02. Februar sowie

Mittwoch, 03. Februar 2010
20Uhr, Eintritt: 10 Euro (AK 13 Euro)


• FILMsein

Als 1989 in Deutschland die Mauer fällt, beschließen Veit (Friedrich Mücke) und sein bester Freund Tom (Matthias Schweighöfer) zum westlichsten Punkt der Welt, nach San Francisco, zu reisen. Doch mit dem Begrüßungsgeld schaffen sie es gerade mal bis New York. Von dort aus müssen sie sich mit wenigen Dollars und Englischkenntnissen per Anhalter durchschlagen. Viel Zeit haben sie nicht, denn Veit hat noch ganz andere Pläne…

“Eine mittelmäßige Unterhaltungs-Klischee-Kiste” urteilten die Kritiker, doch dafür wurde im Kinosaal zu viel herzhaft gelacht. Die Geschichte ist zwar einfach, aber authentisch. Genau wie die von Mücke und Schweighöfer toll gespielten sympathischen Rollencharaktere. „Friendship!“ ist vielleicht der beste deutsche Road-Movie der letzten Jahre.

Friendship!
Regie: Markus Goller
Ort: Deutschland/USA 2009