• ALLTAGsein

/ Stimmung /
zuversichtlich und optimisisch

/ Produktivität /
Die Ideen werden zu Worten. Die Worte werden zu Geschichten. Und die Geschichten werden überzeugen.

/ Gedanken /
Ein Auto fährt sich auf der Überholspur einfach besser.

/ Fernweh /
Leipzig

/ Ohrwurm des Tages /
Gary Go „Wonderful“

/ Zitat /
„Ich möchte heute zwar die Welt nicht umarmen, aber ihr zumindest einmal über den Kopf streicheln.“ (gestrandet*)

/ Schlussworte /
Das Sandmännchen wird 50!


TV-Katastrophen

„Chris Dempel“ / jugendfotos.de

• GEFRAGTsein

Deutschland hat seit einiger Zeit eine neue Talk-Runde – Frauenzimmer. Das Fernsehformat zur gleichnamigen Webseite über „Aktuelle Frisuren-Trends, Mode-Tipps, Beauty-Videos und alles, was Frauen brauchen!“ Ich kotze.

Ganze zwei Minuten habe ich es ausgehalten, um meinen Eindruck bestätigen zu lassen, dass der Inhalt entgegen der Ankündigungen kein“deutsches Qualitätsfernsehen“ ist, von dem „Männer lernen wie Frauen im Innersten ticken, lieben und denken“.

Auf welche Fernsehsendung kannst du verzichten?


• WIRsein

Am gestrigen Tag stand Deutschland still. Grund: ein erfolgreicher und scheinbar glücklicher junger Mann hat sich das Leben genommen. Sein Tod war sinnlos, doch er muss es nicht bleiben. Die derzeitige Öffentlichkeit bietet die Chance unsere Gesellschaft für ein Tabuthema zu sensibilisieren – Depressionen. Ein Leiden, das zu den häufigsten und unterschätztesten Erkrankungen gehört.

Nach Aussage der Stiftung Deutsche Depressionshilfe leiden in Deutschland derzeit ca. vier Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Jeder fünfte Deutsche erkrankt ein Mal im Leben daran. Nur eine Minderheit erhält eine optimale Behandlung, weil viele die Symptome nicht erkennen oder verschweigen.

Besonders in einer zeitlich sowieso begrenzten Sportkarriere, wo jeden Tag Leistung und Härte gefragt sind, gelten Ängste als Erfolgskiller und Ausgrenzungsfaktor. Sebastian Deisler, der erste deutsche Fußballerprofi der seine Depressionen öffentlich machte, hat kürzlich in einem ZEIT-Interview von Schikanen in der Mannschaftskabine gesprochen. Sicherlich war es die Krankheit, die seine Karriere beendete, aber es war die Gesellschaft, die ihn ausschloss, weil es ihr an Verständnis fehlte. Ein Zustand, der sich durch eine offene Debatte um den Tod von Robert Enke ändern könnte.


• OHNEWORTEsein

Fundstück

…gefunden im Züricher Wohnheim der Wahlberlinerin.


• LEBENDIGsein

Du bist noch da, obwohl du schon lange weg sein solltest. Das ist ok. Meistens.
Es ist die Erinnerung, die mich lähmt. Der Gedanke an eine Wiederholung, die mich in Aufregung versetzt.

Das nächste Mal werden wir den richtigen Moment abpassen. Nicht verstummen. Die richtigen Worte finden. Lernen wir selbst zu sein. Bestimmt.


• GESPANNTsein

Vor vier Monaten kam ihr Album „Pöbelei & Poesie“ in die Läden, jetzt sind sie auf Tour. Die junge Mainzer Band Auletta – benannt nach einem italienischen Dorf südlich von Neapel, wo die Band gegründet wurde – macht auch Halt in Marburg. Hingehen!

Auletta
Marburg, KFZ
Dienstag, 03. November 2009
20Uhr, Eintritt: 13 Euro